Ein Dokumentarfilm von Philipp Majer

Dakar, Berlin, Bangkok, Prishtina, El Paso

 

Dieser Film begleitet fünf charismatische Taxifahrer/innen und deren Fahrgäste aus fünf verschiedenen Städten: Bangkok, Prishtina, Dakar, El Paso und Berlin, 24 Stunden lang durch ihre Stadt, ihren Alltag, ihr Privatleben und ihre Gedanken. Durch eine Parallelmontage der unterschiedlichen Zeitzonen, ausgerichtet an der mitteleuropäischen Zeit, wird ein Gefühl von Gleichzeitigkeit erzeugt. Die Taxifahrten, das Öffnen und Schließen der Türen geben den Rhythmus vor, verbinden die Protagonisten miteinander, zeigen die Unterschiede und Gemeinsamkeiten und sind gleichzeitig Sinnbild für die unendlichen Möglichkeiten, die sich hinter jeder Tür verbergen. Ähnlich wie „Night on earth“ aber als Dokumentarfilm. Dieser Film taucht ein, in die Stimmungen, Meinungen und Kulturen der verschiedenen Ländern und zeichnet so ein Bild der aktuellen Lage an den jeweiligen Orten.

 

Mamadou, ist Taxifahrer in Dakar, dieser bunten, lauten, staubigen und schönen Stadt, in der Verkehrsregeln gerne mal von seinen Fahrgästen neu diskutiert werden. Genau wie die Fahrpreise. Er lebt mit seiner Frau und ihrer Großfamilie in recht ärmlichen Verhältnissen am Rande der Stadt. Trotzdem genießt er als Taxifahrer ein gewisses Ansehen bei seinen Freunden, wie auch bei seinen Kunden. Sein Fahrzeug ist sein ganzer Stolz.

 

Bambi fährt nur nachts und das in einer der aufregendsten Städten der Welt: Berlin. Wo andere Fahrer einen Bogen machen, fährt sie bewusst hin. Sie scheint geradezu auf der Suche nach den Kuriositäten zu sein, die diese Stadt hervorbringt und anlockt. Souverän und mit viel Humor chauffiert sie als lonesome Cowgirl die Gestalten der Nacht durch die boomende Metropole.

 

Tony lebt mit seiner Frau am Stadtrand Bangkoks und sitzt 6 Tage die Woche für 10 Stunden im Taxi.

Die Situation in Thailand ist schwierig, das wird schnell klar. Die Thailänder, die mitfahren beschweren sich über die Militärdiktatur und Rotlichttouristen. Viele Gäste sind aber eben diese – Rotlichttouristen.

 

Destan lebt mit seiner Frau in Prishtina, im Kosovo, das jüngste und zugleich ärmste Land Europas. Trotz Unabhängigkeit ist das Land noch immer gebeutelt von Misswirtschaft und Korruption. Ungebrochen ist aber die Freigiebigkeit und Gelassenheit der Kosovaren. Jeder kennt jeden, geredet wird viel, mit den Fahrgästen und noch mehr am Taxistand, wo Destan die meiste Zeit seines Arbeitstags verbringt.

 

Sergio lebt mitten in der Wüste von Texas in El Paso, direkt an der mexikanischen Grenze. Er macht fast ausschließlich Grenzfahrten nach Juarez, berühmt durch Drogenhandel und Schmuggel. Seine Fahrgäste treibt aber meist anderes nach Mexiko: günstige Medikamente oder Flugreisen. Mit seiner väterlichen Art nimmt Sergio ihnen während der Fahrt die Angst vor der vermeintlich bösen Stadt.

 

 

World Taxi, Länge: 82 Minuten, © 2019

 

 

Eine Produktion von Bunkhouse Film

Gefördert mit Mitteln von

Unterstützt durch

Credits:

 

Regie & Kamera: Philipp Majer

Musik: Tobias Göbel

Farbkorrektur: Julian Clemens

Audiobearbeitung und Mischung: Oliver Achatz

Audioaufnahmen: Stefan Schulz

Typografie: Manuel Wesely

Illustration: Joni Majer

Untertitel: Stephan Philipp

Übersetzung: Stephan Philipp, Phithsamay & Apat Rin,

Amady Koné, Zymryte Hoxhaj, Roberto López Cruz

Produktion: Marion Bellaire

Schnitt: Philipp Majer

 

 

Kontakt:

 

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